Geschichte

Geschichte

23. April 1834 Johann Gerhard Oncken gründet in Hamburg die erste deutsche Baptistengemeinde

13. Mai 1837 Gottfried Wilhelm Lehmann gründet die erste Berliner, die zweite deutsche Baptistengemeinde

10. Nov. 1861 bei der ersten öffentlichen Taufe in der ersten Berliner Baptistengemeinde wird auch an Frau Maus aus Friedrichshagen die biblische Glaubenstaufe durch Untertauchen im Wasser vollzogen

ab 1861 gründet Frau Maus in Friedrichshagen einen christlichen Hauskreis. Sie öffnet ihre Wohnstube für Bibelgespräche und Gebetsstunden

1864 die Baptistengemeinde Friedrichshagen hat sieben getaufte Mitglieder. Die Berliner Baptistengemeinde übernimmt als Muttergemeinde die geistliche Betreuung

07. Okt. 1888 Frau Emilie Graefe aus Friedrichshagen lässt sich im 37. Lebensjahr in der Berliner Muttergemeinde taufen und richtet in ihrem Haus, Kastanienallee 10, einen ständigen Versammlungsraum ein. Es finden nun regelmäßig baptistische Gottesdienste statt.

1891 – Okt. 1892 errichtet der Baptist und Bauunternehmer Carl Spuhn in der Pollandschen Landstrasse (heute Klutstrasse) eine Kapelle. Der untere große Versammlungsraum wurde an die Baptisten vermietet. Die oberen Räume waren Mietwohnungen.

23. Okt. 1892 Einweihung der Baptistenkapelle, sie bleibt aber Eigentum des Erbauers

01. Okt. 1906 Die Stationsgemeinden Köpenick (heute Bahnhofstr.) und Friedrichshagen der Berliner Baptistengemeinde werden zu einer Stationsarbeit zusammengeführt. Beide Gemeinden behalten aber ihre Eigenständigkeit

02. Aug. 1910 Diese Doppelstationsarbeit wird zur selbständigen Baptistengemeinde Köpenick – Friedrichshagen erhoben. Sie regeln alle finanziellen Belange und das gottesdienstliche Leben eigenständig. Weiterhin behalten aber beide Gemeinden ihre eigene Prägung

18. Dez. 1921 Weil die Mitgliederzahl dieser Doppelgemeinde ständig wächst, trennt sich die Friedrichshagener Gemeinde von Köpenick und wird eine selbständige Baptistengemeinde

1922 mit sieben Mitgliedern wird in Fürstenwalde/Spree eine Stationsgemeinde der Friedrichshagener Baptistengemeinde gegründet

25. Jan. 1925 das Gemeindehaus in der Klutstrasse erhält den Namen „Friedenskapelle“

1930 der Bund Deutscher Baptistengemeinden erhält die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts (K.d.ö.R.)

1938 Beitritt der Elim-(Pfingst-) Gemeinden zum Bund der Deutschen Baptistengemeinden

1941 weil kleinere christliche Gemeinschaften zunehmend unter nationalsozialistisch – staatlichen Druck geraten bzw. auch wegen ihrer Organisationslosigkeit verboten werden, kommt es zum Zusammenschluss des Bundes der Deutschen Baptistengemeinden und des Bundes Freikirchlicher Christen (Brüdergemeinden) zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG)

1944, Weihnachten durch die Detonation einer Luftmine in der Nähe der Kapelle, wird diese leicht beschädigt.

1945 für drei Monate wird die Kapelle von der russischen Roten Armee besetzt. Diese nutzt die Kapelle als Poststation und als Tanzboden. In dieser Zeit dient die Ev. Friedhofskapelle als Versammlungsstätte der Evangelisch- Freikirchlichen Gemeinde

1951 wird die Stationsgemeinde Fürstenwalde mit 115 Mitgliedern selbständige Gemeinde im BEFG

Mitte der 70er Jahre Der Erbe und Eigentümer der Kapelle, ein Schwiegersohn von Carl Spuhn, stirbt. Neuer Eigentümer wird eine jugoslawische Erbengemeinschaft. Da Jugoslawien zum nichtsozialistischen Ausland gehört, wird die Kommunale Wohnungsgesellschaft der DDR Verwalter der Kapelle. Alle anfallenden Rechnungen, Arbeiten, Mietzahlungen, Modernisierungen, Instandhaltungen, notwendigen Reparaturen und Renovierungen trägt die Baptistengemeinde selbst

1987 Die Gemeinde beschließt, ein neues, eigenes Gemeindezentrum zu bauen. Bemühungen, dafür in Friedrichshagen ein geeignetes Grundstück zu erwerben, erweisen sich als unmöglich. (1995 wurde uns von ehem. staatl. Mitarbeitern bestätigt, dass die DDR-Behörden unser Bauvorhaben nicht zum Erfolg kommen lassen wollten.)

1991 nach fast 100 Jahren Pacht- und Mietverhältnis erwirbt die EFG Friedrichshagen von der jugoslawischen Erbengemeinschaft die Immobilie Klutstrasse 7. Das 100 jährige Mietverhältnis endet.

Die Gemeinde beschließt Sanierungen und Erweiterungsarbeiten.

1994 Bei Bauuntersuchungen stellt sich heraus, dass die schlechte Bausubstanz keine umfangreichen Umbauarbeiten zulässt. Die Gemeinde entscheidet sich für den Totalabriss und Wiederaufbau mit der originalen Fassade von 1892.

Alle baulichen Nebenleistungen werden von Mitgliedern der

Gemeinde ehrenamtlich ausgeführt. Die Finanzierung erfolgt über freiwillige Spenden der Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde.

Es wurden keine staatlichen Fördergelder oder denkmalpflegerischen Mittel in Anspruch genommen.

Dez. 1995 Einweihungsfeier im Neubau der Kapelle

2003 Die Mitgliederzahl unserer Gemeinde beträgt z.Zt. 70 getaufte Mitglieder der EFG Berlin-Friedrichshagen

2014 Die Mitgliederzahl hat sich auf 40 Mitglieder verringert.

31.12.2016 Die Mitgliederzahl hat sich auf 32 Mitglieder verringert.

23.07.2017 Die Gemeindeversammlung beruft Marion Wunderlich zur Pastorin.

08.10.2017 In einem feierlichen Gottesdienst wird Marion Wunderlich zur Pastorin ordiniert und in den Dienst in der Gemeinde eingeführt.